Munzar & Schwabenschmalz

Handwerkszeug

Das Handwerkszeug

Spezialgeräte für den Hobby-Pralinenmacher sind sinnvoll. Nur dann können die kleinen Leckerbissen gelingen und sehen aus, wie aus der besten Konditorei. Zur Grundausstattung sind folgende Gegenstände empfehlenswert:

Ein schwerer Topf (möglichst ein Stieltopf) mit einem Kupferboden und aberundetem Innenboden, um Sirup zu kochen.

Ein weiterer Metalltopf, in den man die Schüssel fürs Wasserbad so einsetzen kann, dass sie das siedende Wasser nicht berührt. Eventuell haben sie aber auch einen doppelwandigen Topf (Simmertopf), dessen Wände mit Wasser gefüllt werden kann. Auch kann darin nichts anbrennen.

Eine Metallschüssel, die in ein Wasserbad gesetzt werden kann, um Schokolade zu schmelzen.

Rührschüsseln mit Gummiring am Boden, der der Schüssel beim Rühren Standfestigkeit gibt. Schüsseln ohne Gummiring stellt man auf ein feuchtes Küchentuch. Spezialisten verwenden eine Schüssel in Halbkugelform, die auf einem rutschfesten Ring steht.

Zuckerthermometer (gibt es in guten Haushaltsfachgeschäften) zum Sirupkochen und Auflösen von Konfitüren. Mit dem Zuckerthermometer kann die Konsistenz des Zuckers exakt festgestellt werden. Vor der Verwendung wird das Thermometer etwas angewärmt.

Ein elektrisches Handrührgerät oder eine Küchenmaschine erleichtern die Arbeit ganz erheblich. Dazu gehören Zusatzgeräte, so dass auch Nüsse, Pistazien usw. zerkleinert werden können, oder ein Fleischwolft, den man ab und zu zum Zerkleinern von getrockneten Früchten benötigt.

Teigschaber sind bei der Pralinenherstellung unerläßlich. Mit ihnen kratzt man selbst den kleinsten Rest aus der Schüssel.

Ein verstellbarer Tortenring, den es in eckiger und runder Form gibt, ist zum Ausgießen von Pralinenmasse hervorragend geeignet. Als Ersatz kann auch der Rand einer Springform verwendet werden.

Eine Platte aus Marmor oder Metall oder ein Brett aus Kunststoff ist für die Zubereitung von Schokoladenspänen oder Borkenschokolade zu empfehlen. Marmor oder Metall deshalb, weil das Material ide passende kühle Temperatur bietet. Holzbretter sind ungeeignet.

Teigroller aus Glas, Kunststoff oder Metall sind zum Ausrollen von Marzipan- oder Pralinenmasse notwendig. Bei Teigrollern aus Holz sollte auf die auszuwellende Masse Pergamentpapier gelegt werden.

Backpinsel braucht man zum Bestreichen von Marzipan und zum Auftragen von Glasuren. Für Fett und Glasuren darf nie derselbe Pinsel verwendet werden.

Pralinen-Abtropfgitter und Pralinengabeln sind für die Pralinenherstellung unerläßlich. Pralinengabeln haben extra dünne drahtartige Zinken, Ringe oder Spiralen, mit denen die Pralinen vorsichtig in die Überzugsmasse getaucht werden können. Auch Verzierungen lassen sich damit eindrücken. Anfangs genügt ein 3er-Satz.

Einen Spritzbeutel mit verschiedenen Tüllen (Stern- und Lochtüllen) können häufig eingesetzt werden.

Pralinenkapseln aus Metall, farbig sortiert, oder aus Pergamin (weiß oder farbig sortiert) sind für die Aufbewahrung der Pralinen gut geeignet. Die Pralinen kleben nicht aneinander und sind so noch hübscher anzusehen. Metallpralinenkapseln können mit temperierter Schokoladenkuvertüre ausgegossen werden, oder die Pralinenmasse wird direkt hineingespritzt.

Hilfsmittel für die Pralinenherstellung

Aluminiumfolie, Pergamentpapier, Backpapier und Küchenpapier sind bei der Pralinenherstellung unentbehrlich. Wenn ein Backblech mit Backpapier ausgelegt wird, braucht es nicht mehr eingefettet werden. Man kann Backpapier mehrmals verwenden. Die Seite des Papiers, die auf das Blech gelegt wird, ist besonders gekennzeichnet. Küchenpapier wird hauptsächlich zum Trockentupfen von Früchten verwendet.


Pergamentspritztüten herstellen
Einen Bogen Pergamentpapier diagonal falten, am Bruch mit einem scharfen Messer durchschneiden. Jedes Dreieck zu einer Tüte aufrollen. Den Anfang und das Ende jeweils in die Tüte hineinschlagen. Damit ist eine spitze Tüte mit einem winzig kleinen Löchlein enstanden. Sollte es zu klein sein, mit einer Schere vorsichtig die Spitze abschneiden. Wenn das Loch im Laufe der Arbeit verstopfen sollte, mit einer Nadel von außen durchstechen. Die fertige Glasur in die Pergamenttüte füllen. Die Tüte oben zuknicken. Mit dem Daumen mit zartem Druck die Füllung herausdrücken.